Ein Tag voller Begegnungen und neuer Perspektiven: Erika Stelzl zeigt den Schulkindern der Grundschule Haibach etwas an einem Wäschewagen; im Hintergrund Faltmaschinen, Sortiertische und gestapelte weiße Wäsche.

Ein Tag voller Begegnungen und neuer Perspektiven

28.07.2026 – 
Mitterfels

Einen besonderen Wandertag haben die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Dietrich-von-Haibeck-Schule Haibach in der Bruder Konrad Werkstätte Mitterfels verbracht. Statt Unterricht im Klassenzimmer standen Inklusion und Begegnung im Mittelpunkt.

Mit dem Fahrrad kamen die Schülerinnen und Schüler in der Bruder Konrad Werkstätte an. Erika Stelzl, die Vorsitzende des Werkstattrats, ihr Stellvertreter Johannes Meckle und Mario Franz, Fachdienst für Leichte Sprache, stellten ihnen und den beiden Klassleiterinnen Veronika Schaubeck und Theresa Steininger die Einrichtung vor. Bei einem Rundgang erhielten die Kinder spannende Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche.

Sie erfuhren, welche vielfältigen Aufgaben Menschen mit Behinderung dort übernehmen und wie individuelle Fähigkeiten gefördert werden: In der Wäscherei stieß die automatische Faltmaschine auf besonderes Interesse, in der Abteilung Montage erfuhren die Kinder, dass dort Teile für einen großen bayerischen Automobilhersteller vormontiert und verpackt werden. Beeindruckt waren die Gäste auch von den Mengen an Lebensmitteln, die die Küche der Bruder Konrad Werkstätte jeden Tag verarbeitet: 90 Kilogramm Nudeln oder 100 Kilogramm Gemüse für 750 Portionen Mittagessen, wie Bereichsleiter Andreas Wittig erklärte.

Beim gemeinsamen Eisessen zum Abschluss waren sich die Kinder einig: Ein abwechslungsreicher Tag mit neuen Eindrücken und einem spannenden Blick hinter die Kulissen der Werkstätte. Auch Veronika Schaubeck und Teresa Steininger zogen ein positives Fazit des Besuchs: „Inklusion ist ein wichtiges Thema, das jeden betrifft. Viele Kinder kannten die Bruder Konrad Werkstätte bisher nicht, umso wichtiger war unser Besuch.“

Text: Sebastian Schmid
Bild: Sebastian Schmid