KJF Werkstätten leisten Beitrag zu barrierefreier Ausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte: „Brennpunkt Bayern: Hitler und der Kampf um die Demokratie", Haus der Bayerischen Geschichte, Regensburg. Laufzeit: 8. Juli 2026 – 7. August 2027, Di–So 9–18 Uhr. Hintergrund: historische Schwarzweißfotos einer Menschenmasse und bewaffneter Soldaten, rot-blau eingefärbt.

KJF Werkstätten leisten Beitrag zu barrierefreier Ausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte

28.07.2026 – 
Mitterteich, Straubing

„Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ – so lautet der Titel der neuen Sonderausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Zur Eröffnung waren auch Vertreterinnen und Vertreter der KJF Werkstätten eingeladen. Der Grund: Die Prüfgruppen für Leichte Sprache aus den KJF Werkstätten haben an diesem bedeutenden Projekt mitgewirkt und Teile der Ausstellungstexte in Leichter Sprache auf Verständlichkeit geprüft.

Geschichte verstehen – für alle Menschen

Die Ausstellung beleuchtet die Rolle Bayerns beim Aufstieg Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten sowie den Kampf um Demokratie und Freiheit in den Jahren der Weimarer Republik. Anhand zahlreicher Exponate, Dokumente, Fotografien und multimedialer Stationen zeigt sie, wie politische Entwicklungen, gesellschaftliche Krisen und extremistische Strömungen den Weg in die Diktatur ebneten. Dabei beschränkt sich die Ausstellung nicht auf die Vergangenheit. Sie schlägt immer wieder Brücken in die Gegenwart und regt dazu an, über Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Bedeutung einer offenen Gesellschaft nachzudenken. Gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen wird deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel der Geschichte auch heute noch ist.

Prüfgruppen sorgen für mehr Barrierefreiheit

Damit möglichst viele Menschen Zugang zu den Inhalten erhalten, wurden zentrale Texte der Ausstellung in Leichte Sprache übertragen. Die Prüfgruppen der KJF Werkstätten aus Straubing und Mitterteich haben diese Texte geprüft und beurteilt, ob sie verständlich und gut lesbar sind. Leichte Sprache ermöglicht Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch vielen weiteren Besucherinnen und Besuchern einen besseren Zugang zu komplexen Themen. Die Mitarbeit an der Ausstellung zeigt, wie wichtig die Expertise von Prüfgruppen ist, wenn Informationen wirklich für alle zugänglich sein sollen.

Eindrucksvoller Besuch der Ausstellung

Nach dem offiziellen Festakt mit dem Bayerischen Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL und dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl, nutzten die Gäste die Gelegenheit, erste Eindrücke von der Ausstellung zu gewinnen. Obwohl die Zeit für einen vollständigen Rundgang nicht ausreichte und die Eröffnung sehr gut besucht war, hinterließ die Ausstellung einen nachhaltigen Eindruck. Die Vielzahl an Exponaten und Informationen macht deutlich, wie facettenreich die Geschichte Bayerns in der Zeit des Nationalsozialismus war und welche Auswirkungen politische Entscheidungen auf das Leben vieler Menschen hatten. Während des Besuchs kam es außerdem zu einem kurzen Austausch mit Prof. Dr. Josef Eckstein. Ein weiterer Höhepunkt war die Vorführung eines Films mit Christoph Süß, der bei den Gästen auf großes Interesse stieß. Mehr Informationen zum Film „Wartesaal – Bayern in den 1920ern“ gibt es auf der Internetseite des HdBG.

Demokratie braucht verständliche Informationen

Besonders erfreulich ist, dass die Ausstellung Texte in Leichter Sprache anbietet und damit ein wichtiges Zeichen für Inklusion und Teilhabe setzt. Denn Demokratie lebt davon, dass Menschen Zugang zu Informationen haben und sich eine eigene Meinung bilden können. Die Beteiligung der Prüfgruppen der KJF Werkstätten hat dazu beigetragen, dass die Inhalte dieser wichtigen Ausstellung für noch mehr Menschen verständlich werden. Darauf können die Prüferinnen und Prüfer mit Recht stolz sein.

Die Ausstellung „Brennpunkt Bayern – Hitler und der Kampf um die Demokratie“ ist im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen und lädt dazu ein, sich mit einem bedeutenden Kapitel der bayerischen Geschichte auseinanderzusetzen – verständlich, informativ und barrierearm.

Text: Michaela Huber
Fotos: Mario Franz / Haus der Bayerischen Geschichte